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Grausam: Katzen im Karton "entsorgt"!
Insbesondere zur Ferienzeit häufen sich die Fälle von ausgesetzten Tieren. Die Tierhalter werfen ihre Verantwortung einfach über Bord, verstoßen ihre einst geliebten Vierbeiner und setzen sie somit einer großen Gefahr aus. So auch am vergangenen Montag, als drei Katzen in der Mittagshitze in einem zugeklebten Karton ausgesetzt wurden. Nur durch Zufall wurden sie entdeckt...


Glück für die verstoßenen Kätzchen vom Salzachsee
 
Das Aussetzen von Haustieren kommt für diese oft einem Todesurteil gleich. Sie finden sich nicht im Straßenverkehr zurecht oder  sind im Wald ungeahnten Gefahren ausgesetzt. Schlimmstenfalls droht ihnen der qualvolle Tod durch Verhungern und Verdursten.
 
Dieses grausame Schicksal hätte am Montag vermutlich auch drei Katzen ereilt, die rücksichtslos in der Mittagssonne in einem zugeklebten Umzugskarton ausgesetzt wurden.
 

In diesem Karton wurden die Katzen einfach "entsorgt"...
 
Doch der Zufall kam den Verstoßenen zur Hilfe - und ein kleiner Labrador-Welpe namens Thyson (13 Wochen). Thysons Besitzer wollten mit ihm einen Spaziergang unternehmen und machten sich auf den Weg zum Salzachsee. Als sie am Wegesrand unter Sträuchern einen zugeklebten Umzugskarton entdeckten, dachten sie sich nichts Besonderes dabei. Da wird wohl jemand wieder seinen Müll abgestellt haben. Doch Welpe Thyson spürte, dass etwas nicht in Ordnung war. Während seine Besitzer weiter des Weges gehen wollten, rührte sich der junge Hund nicht mehr vom Fleck. Als Helmut und Christine schließlich den Karton genauer betrachteten sahen sie, dass aus einem kleinen Loch an der Seite eine Katze herausschaute. Und es schienen noch weitere Katzen in dem Karton zu sein.
 
Da die beiden Salzburger in Sorge waren, dass die Katzen weglaufen könnten, ließen sie den Karton verschlossen und brachten ihn schnell zu ihrem Auto. Aber wohin sollten sie die armen Tiere bringen? Als erstes fiel ihnen Gut Aiderbichl ein, und so riefen die besorgten Tierfreunde in unserer Verwaltung an. Schnell und unbürokratisch konnte Aiderbichl Geschäftsführer Dieter Ehrengruber in diesem Fall Hilfe zusagen. Sofort machten sich die Finder mit den Katzen auf den Weg nach Gut Aiderbichl Henndorf.


 Helmut (l.) und Christine (r.) wurden von den Aiderbichlern bereits erwartet
 
Gleichzeitig wurde die leitende Tierpflegerin Martina Neureiter auf Gut Aiderbichl Henndorf über den Notfall informiert. Ein ruhiges Katzenzimmer, Futter und Wasser mussten schnellstens vorbereitet werden. Niemand wusste, in welchem Zustand sich die Katzen befinden würden.
 

v.l.n.r.: Aiderbichler Martina & Sabine, die Finder Helmut und Christine mit Thyson
 
Fassungslos übernahmen die Aiderbichlerinnen Martina und Sabine den Umzugskarton. „Was muss in einem Menschen vorgehen, dass er seine Verantwortung über Bord wirft und seine Tiere einfach so in einem zugeklebten Karton abstellt? Ihnen damit jede Chance nimmt, sich vielleicht selbst befreien zu können?“ fragte sich Martina.
 
Vorsichtig entfernte sie ds Klebeband und warf einen Blick in den Karton. Drei Kätzchen - eine rote und zwei dreifärbige "Glückskatzen" blickten ihr hilfesuchend entgegen.
 
 
Trauriger Fund: drei ausgesetzten Katzen...


Zum Glück konnten die Katzen gerettet werden!
 
Sogleich brachten Martina und Sabine die Katzen in Sicherheit und versorgten sie erst einmal. Einen Mikrochip, der ihre Herkunft verraten hätte, trugen die Katzen nicht. Nun steht ihnen noch ein medizinischer Check bevor und außerdem müssen sie erst einmal geimpft werden, bevor sie in unsere Katzenfamilie integriert werden können. Aber dann steht den drei Glückskatzen ein unbeschwertes Leben bei uns bevor.
 
Nie wieder werden diese drei Katzen in Gefahr geraten - sie genießen lebenslangen Schutz, beste pflegerische und medizinische Betreuung und Versorgung. Daher würden wir uns freuen, wenn sich symbolische Paten finden, die unsere Glückskatzen mit einer symbolischen Patenschaft (ab € 10,- monatlich) auf ihrem Lebensweg begleiten und sie unterstützen.


Bericht vom 18. Juli 2016

 Nicht jede Tierrettung hat ein Happy End...
Abschied von Rehlein Beggi

In der vergangenen Woche wurden wir zu einem dramatischen Rettungseinsatz gerufen. Aiderbichlerin Evelyn hatte ein Reh in ihrem Garten gefunden, das dringend medizinische Hilfe benötigte. Sofort machten wir uns auf den Weg und konnten das Reh, dank der Unterstützung des zuständigen Jägers unter unseren Schutz stellen. Doch leider haben nicht alle unsere Tierrettungen ein Happy End... Video

 
Rehlein Beggi hat es leider nicht geschafft


Bei unserer täglichen Arbeit mit den Tieren erleben wir Höhen und Tiefen. Betroffen sind wir oft, wenn wir von den vielen schlimmen Schicksalen erfahren, die die Tiere durchlebt haben, bevor sie zu uns kommen. Freude erleben wir, wenn wir den Tieren dann dabei helfen können, dass ihr Trauma nach und nach verblasst, so dass sie ein glückliches, würdevolles Leben führen können.
 
Doch auch die Trauer gehört bei uns dazu. Wir müssen von Tieren Abschied nehmen. Und jedes Mal ist es genauso schlimm für uns, wenn wir uns von einem unserer geretteten Tiere verabschieden müssen. Ganz gleich, um welches Tier es sich handelt. Es sind Mitgeschöpfe, die sich einmal in Lebensgefahr befanden und bei uns Zuflucht fanden.
 
Viele unserer geretteten Tiere verbringen mehrere glückliche Jahre gemeinsam mit uns. Anderen ist es nur eine kurze Zeit vergönnt.
 

Reh Beggi war nur eine kurze Zeit bei uns vergönnt...
 
So wie Reh Beggi, das wir in der vergangenen Woche in einer Blitz-Rettungsaktion unter unseren Schutz stellen konnten. Trotz aller Bemühungen hat Beggi es nicht geschafft. Wir mussten Abschied von ihr nehmen.
 
Im Videobeitrag können Sie nochmals hautnah bei der Rettungsaktion dabei sein. Und auch wenn Beggis Zeit bei uns nur kurz war, so hat sich auch dieser Einsatz gelohnt. Denn es lohnt sich, um jedes Leben zu kämpfen und das Letzte, was wir für die Tiere tun können, ist es, ihnen in ihrer letzten Stunde beizustehen.




Bericht vom 13. Juli 2016
 Unser Einsatz für Wildtiere in Not
Blitzschnelle Rettungsaktion für Bambi

Am Dienstag, dem 12. Juli 2016, wurden wir von einer Aiderbichlerin und großen Tierfreundin um Hilfe gebeten. In ihrem Garten lag ein Reh, das geschwächt war und dringend medizinische Hilfe benötigte. Blitzschnell wurde der Rettungseinsatz koordiniert und das Aiderbichler Team machte sich sofort auf den Weg...

 
Rettungseinsatz für Bambi

 
Evelyn Harms ist eine große Tierfreundin, die Gut Aiderbichl bereits seit mehreren Jahren begleitet. Wie alle Aiderbichler ist sie aufmerksam, schaut hin, wenn Tiere in Not sind, und versucht zu helfen.
 
So hatte sie in den vergangenen Tagen immer wieder ein Reh beobachtet, das sich in ihrem Garten versteckte. Wenn sich die Tierfreundin dem Reh näherte, lief es davon. Doch es kam immer wieder zurück. Am Dienstagmorgen dann fand Evelyn Harms das Reh direkt vor ihrer Haustüre. Es hob dem Kopf, schaute sich um, aber lief nicht davon. Dieses Verhalten beunruhigte die Aiderbichlerin, die in dieser Situation nur eine Lösung wusste: Gut Aiderbichl. Besorgt rief Evelyn Harms bei Aiderbichl Geschäftsführer Dieter Ehrengruber an und bat um Hilfe. Es sei Eile geboten, um das Leben des Rehs zu retten.
 

Das Reh suchte Schutz inmitten der Pflanzen...
 
Während Dieter Ehrengruber blitzschnell die Rettungsaktion organisierte, nach die Aiderbichlerin Kontakt mit dem zuständigen Jäger auf. Denn um das Reh unter unseren Schutz stellen zu können, war die Zustimmung des Jägers unbedingt erforderlich. Auch er zeigte Herz, stimmte zu und freute sich, dass Gut Aiderbichl in dieser Notsituation unkomlizierte und schnelle Hilfe anbot. Denn auch er war der Meinung, dass das Reh unbedingt medizinische Hilfe benötige und freute sich, dass es so eine Chance bekommt. Er selbst setzt sich seit mehr als 6 Jahren für den Schutz von Rehkitzen ein, was wieder einmal verdeutlicht, dass nicht jeder Jäger gleich ein Feind der Rehe ist.
 
Während das Aiderbichler-Team zum Ort des Geschehens eilte, beobachtete Evelyn Harms vom Fenster aus, wie sich das Reh in einem großen Blumenbeet versteckte. Als Aiderbichler Tierretter Hans Wintersteller kurz darauf eintraf, konnte ihm die Tierfreundin genau die Stelle zeigen, an der sich das Reh zurückgezogen hatte. Behutsam legte Hans eine Decke über das Tier und konnte es so aus seinem Versteck heben.
 

Aiderbichler Tierretter Hans hob das Reh behutsam aus seinem Versteck...
 
Das Reh war bereits in einem kritischen Zustand und ließ sich ganz ruhig von Hans in den Transporter tragen.
 

Aiderbichlerin Evelyn Harms ist es zu verdanken, dass das Reh eine Chance bekam...
 
Auf schnellstem Wege machte sich Hans mit dem Reh auf den Weg Richtung Gut Aiderbichl, wo bereits der verständigte Tierarzt auf die Ankunft des kleinen Patienten wartete...
 

Die Rettung von Wildtieren ist immer schwierig...
 
Natürlich sollte man nach Möglichkeit keine Tiere der Natur entnehmen. In diesem Fall aber war die medizinische Hilfe für das Reh notwendig und der zuständige Jäger stimmte der Rettung zu. Ohne die Unterstützung der Aiderbichlerin Evelyn Harms und des Jägers hätte das Reh keine Chance erhalten.

Lesen Sie hier den Bericht der Kronenzeitung vom 13.7.16
(zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken)
 



Bericht vom 11. Juli 2016
 Danke an alle, die diese Rettung ermöglicht haben

Helga und Zeus sind angekommen!
Wir dachten schon, dass wir dieses Mal absagen müssten. Doch nachdem wir über das Schicksal von Kuh Helga (4) und ihrem Kalb Zeus (2 Monate) berichtet haben, meldeten sich spontan Aiderbichler und Tierfreunde bei uns und übernahmen die ersten symbolischen Patenschaften für Mutter und Kalb. Nachdem wir letzte Woche dann den Schlachtpreis für beide beisammen hatten, stand schon einmal fest, dass beide weiterleben dürfen. Gestern durften wir Helgas Ketten lösen und sie zog mit ihrem Kalb bei uns ein. Sehen Sie die ersten Fotos...

 
Nie wieder Ketten - nie wieder getrennt!


Das Schicksal der Fleckvieh-Kuh Helga (4) und ihrem kleinen Stierkalb Zeus (2 Monate) hat uns in der vergangenen Woche sehr bewegt. Dennoch mussten wir bei ihrer Aufnahme erst zögern, denn mit mehr als 550 Rindern, die unter unserem lebenslangen Schutz stehen, haben wir eine große Verantwortung übernommen. Doch dank der spontanen Hilfe der Aiderbichler und Tierfreunde, die auf unseren Hilferuf in Internet reagiert haben, konnten wir zusagen und die Schlachtung von Helga verhindern. Gestern trat sie, gemeinsam mit ihrem Kalb, die Reise nach Gut Aiderbichl Eslarn an.
 

Helgas Ketten wurden nun für immer gelöst...

Als die Aiderbichler Tierretter den Stall betreten, um Helga und Zeus abzuholen, steht die Fleckvieh-Kuh, die am 11. Mai 2012 geboren wurde, ruhig im Stall. Nachdem wir in der vergangenen Woche Mutter und Kalb unter unseren Schutz stellen konnten, kam auch Zeus wieder zu seiner Mutter. Er genoss es, liebevoll von ihr abgeleckt zu werden und sich dann mit ihrer Milch zu stärken. Neugierig beobachtet Helga, was vor sich geht. Ob sie spürt, dass ihre Ketten heute gelöst werden? Zeus scheint unsere Anwesenheit zumindest überhaupt nicht zu stören. Das kecke Stierkalb spaziert fröhlich über den Hof. Er ahnt nicht, dass er es ist, der seiner Mutter das Leben gerettet hat. Denn anstatt sich seinem Schicksal zu fügen, nahm er allen Mut zusammen, sprang über die Boxenmauer und rannte zurück zu seiner Mutter. Ohne dies wäre vermutlich niemand auf dieses Schicksal aufmerksam geworden.
 

Der kleine Zeus wurde am 09. Mai 2016 geboren...

Dann ist es endlich soweit: Helga und Zeus bekommen ein Aiderbichl-Halfter umgelegt - das Zeichen dafür, dass sie nun Aiderbichler sind. Behutsam lösen wir Helgas Kette und führen sie zum Hänger. Der kleine Zeus folgt ihr.
 

Aiderbichl Mitarbeiter Fabian legt Zeus das Halfter an...
 
Beide Rinder lassen sich ohne Probleme verladen. Die Hauptsache für sie ist, dass sie beisammen sind. Während des Transportes sind Mutter und Kalb ganz ruhig. Aiderbichler Hans kann über die Kameras, die im Transporter installiert sind beobachten, dass Zeus mit großem Appetit bei seiner Mutter trinkt.
 
Vor dem Ausladen der beiden sichern wir die Weiden ab. Helga war die letzten Monate in Anbindehaltung. Wie wird sie wohl reagieren, wenn sie nun auf einer grünen Wiese steht - ohne Ketten, dafür gemeinsam mit ihrem Kalb? Schließlich ist es für Helga und Zeus der erste gemeinsame Weidegang überhaupt.
 

Gespannt öffnen Fabian und Hans den Hänger...
 

Neugierig steigen Zeus und Helga aus...
 
Zuerst schauen sich beide interessiert um. Und dann spürt Helga plötzlich, dass sie frei ist. Sie rennt über die Wiese und macht regelrechte Freudensprünge. Dem kleinen Zeus gefällt das. Endlich kann er mit seiner Mutter spielen und das Leben genießen. Eine lange Zeit laufen sie einfach nur über die Wiese und genießen ihre neue, zweisame Freiheit.
 

Zeus und Helga bei ihrem ersten gemeinsamen Weidegang...
 
Dann kommen die beiden zur Ruhe. Helga beginnt zu grasen. Aber sie ist die ganze Zeit über wachsam. Ständig blickt sie sich um, damit niemand ihrem Kalb zu nahe kommt - sie beschützt ihr Kind. Aber schon bald wird sie merken, dass sie bei uns in Sicherheit ist und ihr nie wieder jemand ihr Kalb wegnehmen wird.


Helga beschützt den kleinen Zeus...
 
Nachdem Helga etwas gegrast und ihr neues Zuhause erkundet hat, ist auch Zeus hungrig geworden und gönnt sich den ersten Schluck Milch im neuen Heim.
 

Zeus lässt sich die Milch von Helga schmecken...
 
Dank der Unterstützung der Aiderbichler und Tierfreunde ist nun das zusammen gekommen, was zusammen gehört: Mutter und Kind sind vereint und dürfen für immer zusammen bleiben. Zwei Rinder, die verdeutlicht haben, dass auch die sogenannten Nutztiere Emotionen haben.
 
Wenn Helga und Zeus gesund bleiben, stehen ihnen nun mehr als 20 gemeinsame Lebensjahre bei uns bevor. Bitte begleiten sie ihren Lebensweg und helfen Sie uns dabei, den lebenslangen Unterhalt für Helga und Zeus zu tragen. Bitte werden Sie symbolisch Paten von Helga und Zeus!


Bericht vom 08. Juli 2016
 Wir nehmen Abschied
Manfred Deix ist tot
Einer der herausragendsten Karikaturisten und Satiriker dieses Jahrhunderts, der österreichische Künstler und Tierfreund Manfred Deix, ist am 25. Juni verstorben. In tiefer Trauer sind seine Frau Marietta und seine 23 Katzen, Verwandte und Freude. Sie alle mussten heute, am 8. Juli 2016, endgültig Abschied nehmen. Manfred Deix fand in Wien seine letzte Ruhestätte...

 
Nachruf auf Manfred Deix

 
Manfred Deix war bekannt für seine Zeichnungen. Zynisch karikaturierte er Alltagskonflikte und versteckte Vorlieben. Er verstand es, sein großartiges Talent dazu zu nutzen, Menschen auf gewisse Missstände im Leben aufmerksam zu machen.
 

Manfred Deix - ein herausragender Karikaturist und Satiriker
 
Er selbst war ein bekennender Tierfreund. Seine große Tierliebe galt vor allem den Katzen. Gemeinsam mit seiner Frau Marietta lebte er zurückgezogen inmitten seiner 23 Katzen.

Manfred Deix war ein jahrelanger Wegbegleiter von Gut Aiderbichl und von unserem Anliegen, Tieren in Not zu helfen, begeistert. So zögerte er auch nicht lange, als wir ihn bereits im Jahre 2002 fragten, ob er uns für das "tierische Oktoberfest", das anlässlich der bevorstehenden Eröffnung unserer Hundefreilaufwiesen in Salzburg und Seekirchen stattfand, mit seinen genialen Karikaturen unterstützen würde. Er machte sich sofort an die Arbeit und gestaltete die Einladungskarten und Werbeplakate.
 

Manfred Deix unterstützte uns bereits 2002 - er gestaltete Einladungen & Werbeplakate
 
Als Michael Aufhauser dann im Jahr 2005 mit dem "Klangpunkt", aufgestellt direkt vor dem Festspielhaus in Salzburg, auf das Leid der Tiere aufmerksam machen wollte, wurde er hierbei von der österreichischen Literatur-Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, Manfred Deix und Ludwig Hirsch unterstützt. Elfriede Jelinek verfasste die Texte und Manfred Deix bemalte den Klangpunkt. Der Klangkörper wurde vom Liedermacher Ludwig Hirsch besprochen.
 

             Michael Aufhauser und Manfred Deix                         Literatur-Nobelpreisträgerin
                                                                                                               Elfriede Jelinek

 
Die Skulptur zeigte Szenarien von Menschen, denen Tiere egal sind. Mit dieser "Provokation im positiven Sinne" wollte Michael Aufhauser gemeinsam mit Elfriede Jelinek, Manfred Deix und Ludwig Hirsch auf die Quälerei und das Leid von Tieren aufmerksam machen - was ihnen auch gelang.
 

       Der Klangpunkt im Jahr 2005                          Bericht der Münchner tz aus 2005

"Leben lieben" ist einer der Grundsätze von Gut Aiderbichl. Manfred Deix liebte das Leben und die Tiere. Er sagte einmal: "Sterben ist wirklich das Allerletzte!". So trat Manfred Deix nun seine allerletzte Reise an. Wir verneigen uns vor einem großartigen Künstler und Tierfreund.
 
Danke im Namen der Tiere!
 
Dieter Ehrengruber


Bericht vom 07. Juli 2016
 Helga und Zeus in Sicherheit...
Schwein Oskar hat "orakelt"

Unser Pietrain-Eber Oskar, der seit 2012 auf Gut Aiderbichl Iffeldorf lebt, ist den meisten Besuchern bekannt. Meist schnarcht er zufrieden in seinem Strohbett, oder unternimmt einen Spaziergang mit seinen Freunden. Am Donnerstag nachmittag hat Oskar seinen Tipp für das EM-Halbfinalspiel zwischen Frankreich und Deutschland abgegeben...
 
Oskar hat seinen EM-Tipp abgegeben

 

 
So kennen die meisten Besucher von Gut Aiderbichl unseren Pietrain-Eber Oskar - eingekuschelt im Strohbett schnarcht er zufrieden.
Bei der heutigen Abendfütterung hat Oskar seinen Tipp für das heute stattfindende EM-Halbfinale abgegeben. Er bekam zwei Futternäpfe - jeweils mit einer Landesfahne markiert. Und er hat sich entschieden...
 

 
...schnurstracks ging Oskar zum Futternapf der mit der deutschen Fahne markiert war.
 
Wir sind gespannt und wünschen allen Fußball-Fans viel Spaß beim Fernsehschauen!


Bericht vom 4. Juli 2016
 Helga und Zeus in Sicherheit...
...aber ihr Unterhalt ist noch nicht gesichert

Neuigkeiten zum Notruf um Kuh Helga & ihr Kalb Zeus! Der Schlachtpreis, um Helga und Zeus freikaufen zu können, ist beisammen. Aber ihr Unterhalt für die nächsten 20 bis 25 Jahre ist erst zu einem Drittel abgedeckt. <Daher brauchen wir noch symbolische Paten, die Helga und Zeus unterstützen und ihnen so ein gemeinsames Leben ermöglichen.

Gut Aiderbichl im TV...
 
Die Trennung wird Mutter und Kind erspart


Als wir in der vergangenen Woche vom Schicksal der Kuh Helga und deren Kalb Zeus erfuhren, mussten wir zunächst zögern. Denn mit mehr als 500 geretteten Rindern, die unter unserem lebenslangen Schutz stehen, haben wir bereits eine große Verantwortung übernommen. Dank der spontanen Hilfe der Tierfreunde, die auf unseren Hilferuf reagiert haben, konnten wir jetzt die Zusage für den Freikauf von Helga und Zeus geben - der Schlachtpreis ist beisammen. Doch ihr Unterhalt für die nächsten 25 Jahre ist noch nicht gesichert.
 

Helga und Zeus dürfen zusammen bleiben...

Viele Aiderbichler und Tierfreunde hatten uns in der vergangenen Woche auf das Schicksal von Helga und ihrem Kalb Zeus aufmerksam gemacht. Aufgrund der anstehenden Hofaufgabe mussten beide weg. Stierkalb Zeus (3 Monate) war bereits bei einem Nachbarbauern eingestellt worden und Mutter Helga sollte in Kürze zum Schlachter. Doch voller Verzweiflung rief Helga immer wieder laut nach ihrem Kälbchen - ja sie brüllte regelrecht. Zeus, der ihr Rufen hörte, ergriff daraufhin immer wieder die Flucht aus seinem Stall und kehrte zu seiner Mutter zurück.
 

Zeus hörte das Rufen seiner Mutter...

Ein Schicksal, das auch uns nicht mehr losließ. Dennoch mussten wir zögern, denn: Alle Tiere, die von uns aufgenommen werden, bleiben nachvollziehbar bis an ihr natürliches Lebensende bei uns. Wir übernehmen eine Verantwortung für ihr Leben, und die Zukunft eines jeden Tieres muss finanziell abgesichert sein.
 
Aber was kostet ein Rind?

Jeder, der ein Haustier hält, möchte dass sein geliebter Vierbeiner, gleich ob Katze oder Hund, bestens versorgt ist. Gutes Futter, ein schönes Zuhause, reichlich Zuwendung und natürlich beste medizinische Betreuung im Krankheitsfall. Da kommen pro Tag schnell € 4,- zusammen. Das macht im Monat € 120,-, und wenn man von einer Lebenserwartung von 10 Jahren ausgeht, sind das schon fast € 15.000,-.
 
Bei einem Rind muss man pro Monat mindestens € 250,- an Kosten veranschlagen. Was bei einer Lebenserwartung von 25 Jahren einen Betrag von mindestens € 75.000,- ausmacht! Und darin sind größere Behandlungen oder Operationen nicht enthalten...
 
Daher brauchen wir noch symbolische Paten, die Helga und Zeus unterstützen und ihnen so ein gemeinsames Leben ermöglichen.


Werden Sie zum Bambi-Retter!
 
Auf Gut Aiderbichl Iffeldorf findet am kommenden Mittwoch, dem 6. Juli 2016, die alljährliche Mahd statt. Damit kein Tier zu Schaden kommt, wird das zu mähende Areal vorher abgegangen. So können wir sicherstellen, dass Rehkitze und Feldhasen nicht in Gefahr geraten.
 

Das Abgehen der Wiesen zu Beginn der Mahd ist für uns Pflicht...
 
Hierfür brauchen wir Ihre Unterstützung! Wenn Sie am kommenden Mittwoch ab 10 Uhr Zeit haben, uns beim Abgehen der Wiesen zu helfen, würden wir uns sehr freuen. Start ist um 10 Uhr auf Gut Aiderbichl Iffeldorf
Interessenten werden gebeten, sich unter info@gut-aiderbichl.com zu melden


Gut Aiderbichl im TV

Am Mittwoch, dem 6. Juli 2016 um 13 Uhr im ORF 2: "heute mittag" mit einem Bericht über Kuh Yvonne.
 


Am Freitag, dem 8. Juli 2016 um 20:15 Uhr auf RTL: "Die 100" mit einem Beitrag über unsere Ex-Labor-Schimpansen und Stier Bandit.
 



Bericht vom 30. Juni 2016
 Es geht um Leben und Tod

SOS: Dringender Notruf für Mutter & Kind
Aufgrund einer Betriebsauflösung soll Kuh Helga (4) in wenigen Tagen geschlachtet werden. Ihr erst drei Monate altes Kalb, der kleine Zeus, wurde bereits auf einem anderen Hof untergebracht. Doch Mutter und Kind leiden unter der Trennung - sie rufen laut nacheinander und sind nicht zu beruhigen. Zeus bricht immer wieder aus seinem Stall aus, um zu seiner Mutter zu gelangen. Bitte helfen Sie uns, damit wir das Leben von Mutter und Kind retten können!

 
Helga und Zeus - sie dürfen nicht sterben!
 
Das Schicksal von Milchkuh Helga (4) ist besiegelt: sie wird in wenigen Tagen geschlachtet. Der Hof wird aufgelöst und die Tiere müssen den Hof verlassen. Helgas Kalb, der kleine Zeus (3 Monate), wurde bereits an einen Nachbarbauern verkauft. Doch er braucht seine Mutter und ruft immer wieder laut nach ihr. Auch Helga brüllt den ganzen Tag im Stall - so sehr vermisst sie ihr Kind. Die Liebe zwischen Mutter und Kind ist so groß, dass Zeus immer wieder aus dem Stall ausbricht, um zu seiner Mutter zu gelangen.
 

Zeus will unbedingt zu seiner Mutter...
 
Doch die Hoffnung auf ein gemeinsames Leben von Mutter und Kind schwindet mit jeder Stunde. Helga wird bald sterben und Zeus wird dann vergeblich nach seiner Mutter rufen.
 

Helga (4) soll in wenigen Tagen geschlachtet werden...

 
Wir möchten das Leben von Mutter und Kind retten und beide freikaufen und unter unseren Schutz stellen. Dafür benötigen wir die Unterstützung der Aiderbichler. Denn wenn uns diese Rettung gelingt, übernehmen wir für beide Rinder die Verantwortung für mindestens 25 Jahre.
 
Bitte helfen Sie uns, damit Helga und Zeus gerettet werden können. Werden Sie symbolisch Pate oder spenden Sie, damit wir in Ihrem Namen zwei Leben retten dürfen!



Bericht vom 26. Juni 2016
 Jetzt schon bestellen!
Das neue Aiderbichl Magazin ist da

Die Sommerausgabe unseres Gut Aiderbichl Magazins ist da! Symbolischen Paten und Interessenten wird die aktuelle Ausgabe in der kommenden Woche automatisch zugesandt. Interessenten können gerne ein kostenloses Exemplar bei uns bestellen.
Tierischer Glücksbringer: Der Gut Aiderbichl Jahreskalender 2017 erscheint ebenfalls in dieser Woche und kann ab sofort bestellt werden.

 
Das Gut Aiderbichl Sommer-Magazin
 
Die neue Ausgabe unseres Gut Aiderbichl Magazins erscheint in dieser Woche. Darin erfahren Sie mehr über unsere aktuellen Tierschicksale und Notfälle.
 



Symbolischen Paten und Interessenten wird es wie gewohnt automatisch zugessant. Interessenten können gerne ein kostenloses Exemplar bei uns bestellen.
(mit einem Klick auf das Bild werden Sie zur Bestellung weitergeleitet)
 



Der Aiderbichler Jahreskalender 2017
 
Der traditionelle Glücksbringer und Wegbegleiter für das Jahr 2017 erscheint ebenfalls in dieser Woche und kann ab sofort bestellt werden!
 



Bericht vom 20. Juni 2016

 Trauriger Trend: Immer mehr Tiere werden ausgesetzt!
Verstoßen und ausgesetzt: Clemens

Eine Entwicklung, die wir in den letzten Monaten beobachten, schockiert uns: Immer mehr Tiere werden einfach ausgesetzt! Aus den Augen, aus dem Sinn. So traf es auch den kleinen Clemens, den Tierfreunde einsam und verängstigt im Wald auffanden. Ob sein kleines Handicap der Grund für den Verrat an ihm war?
Dass Tiere mit Handicap das Leben genießen können, zeigt uns Kalb Daniela in Iffeldorf. Dass sie blind ist, merkt man ihr kaum an...
 
Vom Verstoßenen zum Glücksschwein: Clemens

 
Täglich werden wir auf Gut Aiderbichl mit dem Leid der Tiere konfrontiert, aber ein Trend stimmt uns in diesem Jahr besonders traurig. Immer mehr Tiere werden einfach ausgesetzt. Grußlos, ohne über die Folgen für das Tier nachzudenken. Irgendwer wird sich schon um das Tier kümmern, scheinen die verantwortungslosen Tierhalter zu denken. Allein in Deutschland finden sich jährlich mehr als 70.000 Haustiere plötzlich auf der Straße wieder. Aber längst sind es nicht mehr nur Katzen und Hunde, die ausgesetzt werden...
Warum sich die Menschen so respekt- und gedankenlos von ihren Tieren trennen? Die Antworten können wir nur erahnen.

Bei dem jungen Minischwein Clemens vermuten wir, dass er aufgrund seines Handicaps sein Zuhause verlor. Denn er leidet an einer Fehlstellung des Kopfes, wodurch er diesen immer schräg hält. Und so wurde das Minischwein kurzerhand im Wald "entsorgt".
 

Clemens hält seinen Kopf immer schräg...
 
Nicht auszudenken, was dem kleinen Schweinchen hätte alles passieren können, wenn nicht der Zufall im Spiel gewesen wäre. Eine Tierfreundin nutzte die Frühlingssonne aus und machte einen Spaziergang durch das Stubaital. Sie staunte nicht schlecht, als sie plötzlich im Wald das kleine Minischwein entdeckte. Clemens irrte mitten durch den Wald - alleine. Wie hätte er sich hier zurechtfinden sollen?
 

 
Die Tierfreundin hatte Mitleid mit dem erst wenige Monate alten Schweinchen und nahm Clemens kurzerhand mit zu sich nach Hause. Liebevoll versorgte sie ihn nach bestem Wissen und Gewissen. Die Suche nach dem Besitzer des Schweinchens blieb, wie es zu erwarten war, erfolglos.
 
Aber die Tierfreundin konnte Clemens nicht auf Dauer behalten. Er würde ja noch wachsen und braucht einen entsprechenden Stall. Außerdem fehlt ihr die Zeit, um sich um das Schweinchen ausreichend zu kümmern. Sie suchte nach einem guten Platz für Clemens, aber das Interesse war quasi nicht vorhanden. Wer will schon ein Schwein mit einem Handicap? In ihrer Not bat uns die Tierfreundin um Hilfe. Clemens sollte es gut haben und ein tier- und artgerechtes Leben führen dürfen. Wir konnten zusagen und so machte sich die Tierfreundin mit Clemens auf den Weg zu uns nach Gut Aiderbichl Henndorf.
 

Clemens bei seiner Ankunft auf Gut Aiderbichl Henndorf...
 
Als Clemens bei uns ankam, unternahm er sofort einen Spaziergang vor unserem Haupthaus. Besonders angetan hatten es ihm unsere Kune Kune Schweine, die er sogleich selbstbewusst begrüßte. 
 

Clemens begrüßt die Kune Kune Schweine...
 
Clemens musste sich aber zuerst einem Gesundheits-Check beim Tierarzt unterziehen. Außer der Fehlstellung des Kopfes, die ihm selbst aber keine Schwierigkeiten bereitet, fehlt ihm nichts. Einem langen Leben bei uns auf Gut Aiderbichl steht nun nichts mehr im Wege. Aus einem Verstoßenen wurde im wahrsten Sinne ein Glücksschwein.
 

Clemens beim Spaziergang über die Wiese...
 
Der kleine Clemens hat sich mittlerweile gut bei uns eingelebt. Mit seiner Anwesenheit können wir verdeutlichen, dass Tiere mit Handicap ebenso ein Recht auf ein glückliches Leben haben, und dass das Aussetzen von Tieren niemals eine Lösung ist.
 
Bitte unterstützen Sie unseren Einsatz für Tiere in Not und helfen Sie, damit wir auch weiterhin in Notfällen in Ihrem Namen zusagen dürfen. Werden Sie symbolisch Pate von Schweinchen Clemens!

Lebensfreude pur - trotz Handicap!
 
Auf Gut Aiderbichl sind wir mittlerweile zu Experten in der Haltung von Tieren mit Handicap geworden. Wir wissen, wie wir auf die Tiere eingehen müssen und wie wir ihnen das Leben erleichtern können. Das man auch so das Leben genießen kann, zeigt uns Kalb Daniela auf Gut Aiderbichl Iffeldorf.
 
Sie kam blind zur Welt und sollte deswegen sterben. Doch wir konnten ihrer Aufnahme zusagen und nur wenige Tage nach ihrer Geburt zog Daniela auf Gut Aiderbichl Iffeldorf ein.
 

Hansi Süß mit Kalb Daniela auf Gut Aiderbichl Iffeldorf...
 
Wie sehr sie das Leben genießt, zeigte sie uns in der verganenen Woche - Lebensfreude pur!
 

Daniela genießt das Leben...


Bericht vom 13. Juni 2016
 Jubiläumsbuch 15 Jahre Gut Aiderbichl
Schimpanse Isidor in der Freianlage

Jahrzehntelang lebten unsere Ex-Labor-Schimpansen in der Isolation. Allein, ohne Artgenossen. Mit der Eröffnung der großen Freianlagen im Jahr 2011 konnten wir ihnen ein Stück Freiheit zurück geben. Doch Isidor (38) hatte zu sehr unter seiner Vergangenheit zu leiden - er traute sich einfach nicht in die Freianlagen. Bis jetzt...

Das große Jubiläumsbuch: "15 Jahre Tierliebe" ist ab sofort auf den besuchbaren Gütern und im Online-Shop erhältlich!

Isidor hat sich zum ersten Mal in die Freianlage getraut

 
Die Kindheit von Schimpansen verläuft in der Natur ganz nach dem Plan einer viele Millionen Jahre alten Entwicklung. Die Prägephase ist von allergrößter Bedeutung. Im Urwald gibt es viel zu lernen: über Schlangen und Vögel, über Hitze und Regenperioden, und vieles mehr. Bei Isidor hatte die Entwicklung zu einem Schimpansenkind gerade erst begonnen, als er 1979 eingefangen wurde und in die Forschung kam. Alleine.
 

Isidor im Gut Aiderbichl Affen Refugium Gänserndorf
 
Fast 20 lange Jahre verbrachte Isidor in der Forschung, bevor die Versuche eingestellt wurden. Ganz langsam konnten unsere Ex-Labor-Schimpansen danach wieder lernen, einfach nur Schimpanse zu sein. Doch Isidor litt unter seiner Vergangenheit und war sehr traumatisiert. Zwar konnte er mit anderen Schimpansen, wie Holophernes vergesellschaftet werden, aber sobald er auch nur eine ungewohnte Situation erlebte, war Isidor gestresst. Er fing an zu zittern und an den Nägeln zu kauen. Auch die Höhe bereitete ihm zuerst Angst und er vermied es anfangs, in seinem Wohnraum zu klettern.
 

Gogo und Isidor
 
Seine Höhenangst konnte Isidor nach und nach überwinden, aber seit der Eröffnung der großen Freianlagen am 6. September 2011 hat er sich noch nie in die Freianlagen gewagt. Er sitzt immer am Schuber und wartet, bis die anderen wieder in den Wohnraum zurückkehren.
 

Isidor traute sich nicht in die Freianlagen
 
Umso größer war die Freude bei Renate Foidl (Leiterin Gut Aiderbichl Affen Refugium), als sie Isidor nun in der Freianlage entdeckte. Aufgeregt rief sie in unserer Verwaltung an, um von diesem Moment zu berichten. Isidor stand - noch etwas unsicher - in der Nähe des Schubers und blickte sich um.
Und dann, wenige Tage später, nahm er all seinen Mut zusammen und ging durch die gesamte Freianlage. Ein unglaublicher Erfolg für diesen armen, traumatisierten Schimpansen. Endlich kann er die Sonne und den Regen auf seiner Haut spüren!

Renate hat Isidor kurz mit dem Handy in der Freianlage gefilmt:
 


Die Haltung der Ex-Labor-Schimpansen ist sehr aufwendig und unterliegt strengsten Sicherheitsvorkehrungen. Dennoch sind es Momente wie diese, die uns immer wieder zeigen, wie wichtig unsere tägliche Arbeit, der Einsatz für Tiere in Not, ist.
 
Bitte unterstützen Sie unseren Einsatz für die Ex-Labor-Schimpansen und werden Sie Plus-Pate für dieses einzigartige Projekt. Förderer des Affen Refugiums können noch bis November an Exklusiv-Besuchen bei den Schimpansen teilnehmen (Anmeldung erforderlich).
 
15 JahreTierliebe - das Jubiläumsbuch
 
Unser Jubiläumsbuch "15 Jahre Tierliebe" ist eingetroffen und ab sofort auf den besuchbaren Gütern Gut Aiderbichl Henndorf, Gut Aiderbichl Deggendorf und Gut Aiderbichl Iffeldorf, sowie in unserem Online-Shop erhältlich.
 
Lassen Sie auf 300 Seiten (Format A4, Hardcover) die bewegendsten Momente und ergreifende Tierschicksale Revue passieren...
 


Bericht vom 4. Juni 2016
 Nina Ruge zu Gast auf Gut Aiderbichl Iffeldorf

In Panik selbst verstümmelt: Frieda
Was die arme Mischlingshündin Frieda aus Ägypten durchgemacht hat, lässt uns erschaudern. Sie wurde von ihrem Besitzer massiv gequält und an ihren Hinterbeinen aufgehängt. In Todesangst biss sich die Hündin schließlich selbst den rechten Hinterlauf ab, um sich zu befreien. Schwer verletzt wurde sie von einer Tierfreundin aufgefunden und in eine Tierklinik gebracht. Nun ist Frieda auf Gut Aiderbichl Henndorf angekommen...

Anlässlich des "Tag des Hundes", der am 5. Juni 2016 stattfindet, wurde auf Gut Aiderbichl Iffeldorf die Botschafterin des Hundes 2016 ernannt. Aiderbichlerin Nina Ruge moderierte die Veranstaltung...

Aus der Hölle ins Paradies: Frieda aus Ägypten

 
Wer die verspielte Hündin Frieda (ca. 3) sieht, ahnt nicht, welch schlimmes Schicksal sie hinter sich hat. Lebensfroh und offen läuft Frieda über das Gut und möchte am liebsten mit jedem unserer geretteten Tiere spielen. Dass Frieda ein Bein fehlt, stört die Hündin nicht im geringsten. Der Verlust des rechten Hinterlaufes war der Preis den sie dafür bezahlt hat, dass sie leben darf. Und Frieda zeigt uns jeden Tag, wie sehr sie dieses Leben liebt.
 

Frieda auf Gut Aiderbichl Henndorf mit Pferdewirtin Martina...

Als wir von Friedas Schicksal erfuhren, waren wir schockiert. Wir sind täglich mit Tierleid konfrontiert, aber dieser Fall ließ auch uns kurz innehalten und nachdenken. Wie können Menschen mit anderen Lebewesen so grausam umgehen?
 
Die brave Hündin stammt urspünglich aus Ägypten und was sie dort erlebt hat, gleicht einem Horrorszenario. Ihr Besitzer quälte die Hündin, doch niemand bot im Einhalt. Schließlich band er ein Seil um Friedas Hinterlauf und hängte sie daran auf. Voller Panik und in Todesangst versuchte die Hündin, sich zu befreien. Doch je mehr die Hündin kämpfte, desto enger zog sich die Schlinge um ihr Bein zu. Eine aussichtslose Situation, doch Frieda kämpfte weiter. In ihrer Verzweiflung sah die Hündin schließlich nur noch einen einzigen Weg, um sich aus der Schlinge zu befreien: sie biss sich ihr eigenes Hinterbein ab!
Schwer verletzt und blutend schleppte sich Frieda weg. Doch ihr Mut und ihr unbezwingbarer Lebenswille sollten belohnt werden. Eine Tierfreundin vor Ort fand Frieda und brachte sie sogleich in eine Tierklinik. In einer sofort eingeleiteten Notoperation musste Friedas Bein unterhalt der Hüfte amputiert werden.
 

Frieda nach der erfolgreichen Operation in der Quarantäne...
 
Frieda überstand die Operation gut und ihre Wunden verheilten langsam - zumindest die körperlichen. Um ihr seelisches Trauma zu verarbeiten, brauchte Frieda einen guten Platz. Alle Vorkehrungen wurden getroffen, so dass Frieda die Ausreise aus Ägypten schließlich antreten konnte. Sie fand Unterschlupf bei der Aiderbichlerin Marianne, die sich aufopferungsvoll um die arme Hündin kümmerte.
 

Frieda mit Aiderbichlerin Marianne beim Gründungsfest in Henndorf...
 
Doch das Glück war nur von kurzer Dauer, denn die tierliebe Aiderbichlerin erkrankte selbst schwer und konnte sich nicht mehr um Frieda kümmern. Verzweifelt suchte sie nach einem dauerhaften Zuhause für die liebe Hündin, doch niemand wollte Frieda, die dreibeinige Hündin, haben.
 
Anlässlich unseres Gründungsfestes auf Gut Aiderbichl Henndorf am 23. April 2016, machte sich die Aiderbichlerin dann gemeinsam mit Frieda auf den Weg. Sie berichtete Aiderbichl Geschäftsführer Dieter Ehrengruber von Friedas Schicksal und bat um Hilfe. Spontan holte Dieter Ehrengruber die Aiderbichlerin auf die Bühne, damit sie den anwesenden Aiderbichlern von Friedas Schicksal berichten konnte. Und alle waren sich einig: Frieda sollte Aiderbichlerin werden!
 

Beim großen Gründungsfest wurde beschlossen: Frieda wird Aiderbichlerin!
 
Mittlerweile ist Frieda auf Gut Aiderbichl Henndorf eingezogen und zeigt uns täglich, dass es sich lohnt, zu kämpfen. Ihr Lebenswille und ihre Lebensfreude sind unfassbar und bestärken uns darin, unseren Einsatz für Tiere in Not täglich uneingeschränkt fortzusetzen, denn: Tierschutz ist auch Menschenschutz. Und in diesem Fall konnten wir Mensch und Tier gleichermaßen helfen.
 

Frieda mit Aiderbichl Geschäftsführer Dieter Ehrengruber auf Gut Aiderbichl Henndorf
 
Unter unserem lebenslangen Schutz stehen mehr als 200 gerettete Hunde, die bis an ihr natürliches Lebensende, bei bester tier- und artgerechter Versorgung, bei uns bleiben dürfen. Bitte unterstützen Sie uns und werden Sie symbolisch Pate von Frieda (ab € 10,- monatlich), damit wir auch künftig in Fällen wie diesem in Ihrem Namen helfen dürfen!

Lesen Sie hier den Bericht der Salzburger Nachrichten über das Schicksal der Hündin Frieda
(zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken)
 


Botschafterin des Hundes auf Gut Aiderbichl ernannt

An diesem Wochenende finden in Deutschland anlässlich des "Tag des Hundes" mehr als 400 Aktionen statt, die die Rolle der Hunde in der Gesellschaft würdigen sollen. Der Verband für das deutsche Hundewesen (VDH) ernannte in diesem Rahmen am verganenen Donnerstag auf Gut Aiderbichl Iffeldorf die Botschafterin des Hundes 2016: Moderatorin Jessica Kastrop.
 

Die Botschafterin des Hundes 2016: Jessica Kastrop (Mitte)...
 
Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden auch drei Preise von der Firma Heel Vet. an Tierschutzprojekte verliehen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Nina Ruge (Botschafterin des Hundes 2010), die bereits seit vielen Jahren Aiderbichlerin ist und sich für den Tierschutz, insbesondere die Belange der Hunde, einsetzt.
 

Aiderbichl Geschäftsführer Dieter Ehrengruber & Nina Ruge mit Eselin Steffi...
 
Gut Aiderbichl Iffeldorf besuchte Nina Ruge zum ersten Mal und so ließ sie es sich nicht nehmen, vor der Pressekonferenz noch einen Rundgang über das Gut zu unternehmen, wo sie zuerst Bekanntschaft mit Kameldame Franziska und Eber Oskar machte...
 

Aiderbichlerin Nina Ruge ließ es sich nicht nehmen, Kameldame Franziska zu füttern...
 

...bevor sie mit unserem Eber Oskar Bekanntschaft schloss...

Lesen Sie hier den heutigen Bericht der Kronenzeitung über den
Besuch von Nina Ruge

(zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken)
 

 

Bericht vom 25. Mai 2016
 Gertraud Gruber feierte ihren Geburtstag bei den Tieren
Wir gratulieren zum 95. Geburtstag!

Gertraud Gruber, die Gründerin der ersten europäischen Schönheitsfarm und überzeugte, langjährige Aiderbichlerin, feierte gestern ihren 95. Geburtstag. Ihr ausdrücklicher Wunsch war es, diesen Tag auf Gut Aiderbichl Iffeldorf bei den geretteten Tieren zu verbringen. Wir sagen Danke im Namen aller geretteten Tiere und wünschen ihr alles Gute!

 
Gertraud Gruber feiert ihren 95. Geburtstag!
 

Die Jubilarin Gertraud Gruber füttert Wallach Aaron mit einer Karotte...
 
Der Wunsch von Gertraud Gruber war es, ihren 95. Geburtstag gemeinsam mit ihren beiden Begleiterinnen und Freundinnen, Frau Petra Blum und Frau Christine Lassen, auf Gut Aiderbichl Iffeldorf bei den Tieren zu verbringen. Unsere Mitarbeiter hatten eine kleine Überraschung für sie vorbereitet.
 

Aiderbichl Geschäftsführer Dieter Ehrengruber & das gesamte Team gratulierten...
 
Als Gertraud Gruber aus dem Auto stieg, hatte sich bereits das gesamte Iffeldorfer Gut Aiderbichl Team, natürlich gemeinsam mit einigen Tieren, versammelt, um ihr ein Geburtstagsständchen zu singen. Danach wurde gemeinsam auf ihren Geburtstag angestoßen und die Geburtstagstorte überreicht.
 

v.l.n.r.: Gertraud Gruber, Christine Lassen, Dieter Ehrengruber, Petra Blum
 
Gut Aiderbichl Geschäftsführer Dieter Ehrengruber sowie das gesamte Gut Aiderbichl-Team gratulierten Gertraud Gruber und bedankten sich bei ihr, denn nur durch ihre Unterstützung war es möglich, ihren Herzenswunsch umzusetzen und das "Wunder von Gut Aiderbichl Iffeldorf - dem Gertraud-Gruber-Osterseehof" wahr werden zu lassen. Mehr als 300 gerettete Tiere haben seit der Eröffnung von Gut Aiderbichl Iffeldorf hier ein neues Zuhause auf Lebenszeit gefunden.
 
Wir danken im Namen der Tiere und wünschen Frau Gertraud Gruber alles erdenklich Gute!

Lesen Sie hier den Bericht der Münchner TZ über die Geburtstagsfeier auf Gut Aiderbichl Iffeldorf:
(zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken)


Blicken Sie mit diesem Video gemeinsam mit uns zurück...
Die Eröffnung von Gut Aiderbichl Iffeldorf,
dem Gertraud-Gruber-Osterseehof
 



Bericht vom 23. Mai 2016

 5 Jahre nach der Flucht: Kuh Yvonne
Am 24.5.2011 nahm das Schicksal von Kuh Yvonne, der wohl berühmtesten Kuh der Welt, seinen Lauf. Sie ergriff die Flucht, versteckte sich im Wald und galt als uneinfangbar. Am 47. Tag ihrer Flucht bat man uns um Hilfe und eine einzigartige Rettungsaktion begann, die erst am 2. September 2011 mit dem Einfangen von Yvonne ein glückliches Ende nahm. Yvonnes Geschichte ist am Mittwoch, dem 25.5.2016 Teil der Sendung "Spektakulär", die um 20:15 Uhr auf RTL ausgestrahlt wird.

Kuh Yvonne - vor 5 Jahren begann ihre Flucht

 
Die Geschichte von Kuh Yvonne, der wohl berühmtestesten Kuh der Welt, ging 2011 um die ganze Welt. Am 24. Mai 2011 entkam sie, gemeinsam mit ihrer "Stallschwester" Waldtraut ihrem Besitzer. Während Waldtraut bereits nach einem Tag wieder zurückkehrte, blieb Yvonne verschwunden. Sie versteckte sich in den Wäldern des Landkreises Mühldorf am Inn.
 
Erst am 47. Tag von Yvonnes Flucht, am 10. Juli 2011, meldete sich ein Jäger bei uns, in dessen Revier sich Yvonne versteckt hielt. Michael Aufhauser sagte der Aufnahme von Yvonne zu, falls es gelingen sollte, sie zu betäuben und einzufangen.
 
Nach zwei weiteren Wochen gab es immer noch keine neue Spur von Yvonne. Also machte sich Aiderbichler Hans Wintersteller mit seinem Team auf den Weg nach Mühldorf, um bei der Suche mitzuhelfen.
 
Immer wieder wurde Yvonne kurz gesichtet, aber ihre Instinkte bildeten sich mit jedem Tag, den sie in der Freiheit verbrachte, wieder zurück und sie war scheu wie ein Reh.
 

"Phantombild" von Yvonne...
 
Dann wurde die Suche dramatisch, denn Yvonne hatte war auf ihrer Flucht über eine Landstraße gelaufen - und das nur knapp vor einem Auto. Somit stellte sie eine Gefahr für die Menschen dar und es wurde eine offizielle Abschuss-Genehmigung erteilt. Es begann ein Wettlauf mit der Zeit. Wer würde Yvonne zuerst finden?
 
Hans uns sein Team versuchen alles, sogar ein Betäuber und eine Tierkommunikatorin wurden angeheuert. Aber selbst Yvonnes Freundin Waldtraut oder Stier Ernst konnten nichts dazu beitragen, dass Yvonne aus ihrem Versteck kam und ihre Flucht aufgab. Mittlerweile berichteten die Medien weltweit von Yvonne und eine deutsche Zeitung hatte sogar eine Belohnung für das Auffinden von Yvonne ausgesetzt.
 

Yvonne während ihrer Flucht...
 
Nachdem Wochen vergangen waren und Yvonne kein einziges Mal zur Straße zurückkehrte, wurde die Abschussgenehmigung zurückgenommen und gemeinsam mit Gut Aiderbichl wurde beschlossen, Ruhe für Yvonne einkehren zu lassen.
 
Am 1. September dann das Wunder: Yvonne hatte sich zu einer Rinderherde gesellt, wo sie ein Bauer morgens entdeckte. Er meldete sich bei der Zeitung und so erfuhren wir von dem glücklichen Zufall. Sofort machten wir uns auf den Weg und überprüften anhand der Ohrmarke, ob es sich wirklich um Yvonne handelte und organisierten ihre Abholung für den nächsten Tag.
 

Am 98. Tag ihrer Flucht gesellte sich Yvonne zu einer weidenden Rinderherde...
 
Am Morgen des 2. September 2011 wurde Yvonne betäubt und schließlich nach Gut Aiderbichl Deggendorf gebracht, wo ihre Stallschwester Waldtraut mit Waldi, sowie ihre Söhne Orky und Friesi bereits auf sie warteten.
 

v.l.n.r.: Waldi, Orky, Waldtraut, Friesi und Yvonne
 
Noch heute lebt die kleine Familie dort zusammen und dank ihrer Anwesenheit und Yvonnes bekannter Geschichte ist es uns möglich, auf das unermessliche Leid der Rinder hinzuweisen.
 
Unbedingt einschalten: RTL berichtet am Mittwoch, dem 25. Mai 2016 in der Sendung "Spektakulär", die um 20:15 Uhr ausgestrahlt wird, nochmals über die spektakuläre Flucht von Yvonne.

Hier können Sie sich nochmals unseren Beitrag über Yvonne aus dem Jahr 2011 ansehen:
 


Sie haben abgestimmt:
Die Namen unserer vier Katzen-Kinder stehen fest!
 
Wir danken allen, die sich an der Wahl der Namen unserer vier Katzenbabys, die auf Gut Aiderbichl Deggendorf geboren wurden, beteiligt haben. Hier nun die endgültigen Namen: Amber, Fortuna, Blossom und Viki (im Bild von links nach rechts).
 
Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit für Tiere in Not und werden Sie symbolisch Paten von einem unserer Kätzchen.
 



Bericht vom 18. Mai 2016

 Sie lebte seit 2005 bei uns in Henndorf
Wir trauern um Hummel...

Die kleine Hummel (16) lebte seit 2005 bei uns auf Gut Aiderbichl Henndorf. Wir konnten sie damals vom Münchner Pferdemarkt freikaufen, wo sie "übrig geblieben" war und um ein Haar an einen Metzger verkauft worden wäre. Bei uns wurde sie zur selbstbewussten Pony-Dame, der es vor allem die großen Pferde angetan hatten. Gestern dann der Schock: Während Hummel über den Hof spazierte hörte ihr Herz plötzlich auf zu schlagen. Wir werden sie vermissen...

 
Abschied von Hummel (17)

 
Bereits im Jahr 2005 waren wir regelmäßig auf den Pferdemärkten, um sogenannte Schlacht-Pferde zu retten und ihnen ein Leben auf Gut Aiderbichl zu ermöglichen. So fanden wir damals, im August 2005, auf dem Münchner Pferdemarkt auch die kleine Hummel. In einer langen Reihe von Ponys stand sie da - eingeschüchtert und ängstlich. Neben ihr der erst sechs Monate alte Bert - ihr Fohlen.
 


Hummel auf dem Pferdemarkt - der kleine Bert sucht ängstlich Schutz ihr...
 
Aber niemand interessierte sich für Hummel, und als die große Halle immer leerer wurde zeigten nur noch Metzger Interesse an den Übriggeblieben. Um Hummel und ihrem Bert das Schlimmste zu ersparen, kauften wir sie, gemeinsam mit 10 weiteren Pferden, Ponys und einem Esel an diesem Tag frei. Behutsam verluden wir sie in unseren großen Good-Truck und brachten sie nach Gut Aiderbichl Henndorf.
 

Im Good-Truck traten die geretteten Tiere ihre Reise nach Gut Aiderbichl an...
 
Auf Gut Aiderbichl  angekommen, brauchten die geretteten Pferde, Ponys und Esel erst einmal Ruhe, um sich von ihrem Trauma zu erholen. Mit Zuwendung, Geduld und Fürsorge konnten unsere Pferdewirte und Tierpfleger ihnen Stück für Stück zeigen, dass sie nie wieder Angst haben müssen. Auch die anderen Bewohner von Gut Aiderbichl schienen ihnen zu zeigen, dass sie hier in Sicherheit sind und einfach ihr Leben genießen dürfen. Nach und nach verblasste ihr Trauma und sie entwickelten vielfältige Charakteren. Besonders unsere Hummel.
 

Hummel im Frühling auf der Koppel...
 
Anfangs war sie eine fürsorgliche Mutter, die sich neben ihrem leiblichen Fohlen Bert auch um den kleinen Ernie kümmerte und ihn quasi adoptierte. Doch als die beiden Pony-Wallache aus dem Gröbsten heraus waren und sich in unserer Pony-Familie und im Freilauf alleine zurechtfanden, entwickelte Hummel eine besondere Persönlichkeit. Die anderen Ponys interessierten sie nicht mehr - vielmehr hatten es ihr die großen Pferde, insbesondere Friesen und Noriker, angetan. Und das, obwohl Hummel als Falabella-Pony, die als die kleinste Pferderasse der Welt gelten, nur ein Stockmaß von 87 Zentimetern hatte!
 

Ex-Zirkus-Friese Maxi und Hummel...
 
Als im Sommer 2010 der Friese Maxi aus dem Zirkus zu uns kam, war es um Hummel geschehen. Jeden Tag, wenn Pferdewirtin Martina die Pony-Dame in den Freilauf ließ, stellte sich Hummel vor Maxis Box. Wenn Maxi dann auf die Koppel geführt wurde, trabte Hummel hinterher und wartete, bis Maxi wieder in seine Box zurückkam. So ging es Tage, sogar Wochen. Hummel harrte immer in Maxis Nähe aus in der Hoffnung, dass er sie endlich wahrnehmen würde. Und dann war es endlich soweit: Maxi streckte seinen Kopf zu Hummel. Schließlich durfte sie sogar in seine Box. Bis zu Maxis Tod im Jahr 2014 waren beide tagtäglich zusammen.
 
Hummel trauerte eine Weile um ihren Liebsten, beschloss aber dann, dass das Leben auch aus Freude bestehen sollte und suchte sich den nächsten Partner aus. Ihre Wahl fiel auf Lotto Vulcano (24), einen Noriker-Wallach mit 1,68 Metern Stockmaß und stattlichen 800 Kilogramm.
 

Noriker-Wallach Lotto Vulcano (24)
 
Hummel versuchte es wieder nach dem gleichen Schema: einfach vor der Box des Auserwählten ausharren. "Irgendwann wird er mich schon sehen", schien sie sich zu denken. Und sie sollte Recht behalten. Auch Lotto Vulcano erwiderte ihre Zuneigung und Hummel durfte schließlich in seine Box. Wenn Lotto Vulcano mit den anderen Pferden auf der Weide oder auf der Schnitzelkoppel, direkt hinter unserer Pforte war, wartete sie geduldigt, bis ihr Liebster wieder in den Stall geführt wurde. Nicht selten riefen Besucher bei uns, denen das vermeintlich arme Pony, das stoisch am Eingang stand, aufgefallen war. Aber wenn wir erklärten, dass der Grund für ihr Warten auf der Koppel war und Hummel deshalb unten wartete, mussten die Gäste doch schmunzeln. Wo die Liebe halt hinfällt...
 

Hummel und Lotto Vulcano
 
Dienstags herrscht immer reger Betrieb auf dem Hauptgut in Henndorf. Der Hufschmied kommt und ebenso die Tierärztin zu ihrem Routinebesuch. Aber Hummel fehlte es an nichts. Brav wie immer ließ sie den Hufschmied arbeiten und ging danach wieder in den Freilauf. Umso größer der Schock am frühen Nachmittag. Hummel spazierte im Innenhof, als sie plötzlich, ohne vorherige Krankheitsanzeichen, umfiel. Unsere Pfleger und die Tierärztin konnten nichts mehr für unsere Hummel tun, ihr Herz hatte einfach aufgehört zu schlagen...
 
Wir trauern um unsere Hummel und danken allen Aiderbichlern und den Mitarbeitern die dazu beigetragen haben, dass Hummel mehr als 10 glückliche Jahre bei uns verbringen durfte.

Lesen Sie hier nochmals den Bericht über Hummel und Lotto Vulcano aus unserem Sommer-Magazin 2015
(zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken)



   
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